Seefried: Verzögerungen bei Einstellungen sind nicht hinnehmbar – der Kultusministerin bleibt beim Thema Schulsozialarbeit nur Schadensbegrenzung

Hannover. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt für ihren Umgang mit den zur Verfügung stehenden Stellen für Schulsozialarbeiter kritisiert. „Vier Monate lang hat die Kultusministerin die Einstellungen verzögert, die sie heute bekannt gegeben hat. Dieser leichtfertige Umgang mit Mitteln, die ihr der Landtag zur Verfügung gestellt hat, ist nicht hinnehmbar“, sagt Seefried. Hinzu komme, dass mit den heute verkündeten 100 Stellen nur ein Bruchteil des verfügbaren Stellenvolumens von 267 Stellen für Schulsozialarbeiter ausgeschöpft werde. Alle Stellen sollen der Unterstützung der Schulen bei der Integration von Flüchtlingskindern zu Gute kommen.

„Die Ministerin verordnet den Schulen Integration im Schneckentempo. Sie plant nun, gerade einmal etwas mehr als ein Drittel der Stellen zu besetzen. Was soll mit den übrigen 167 Stellen geschehen, die bereits Anfang Januar zur Besetzung angestanden hätten? Hier ist die Ministerin völlig untätig“, kritisiert Seefried. Unklar bleibe auch, nach welchen Kriterien die Verteilung der 100 Stellen erfolgt sei. Seefried: „Viele Schulen werden sich jetzt zu Recht fragen, warum sie keine Unterstützung bekommen. Der Bedarf ist überall groß.“

In diesem Zusammenhang mahnt der CDU-Abgeordnete erneut das von der Ministerin immer wieder angekündigte „Gesamtkonzept“ zur Schulsozialarbeit an. „Die Kultusministerin ist von der Entwicklung tragfähiger Konzepte derzeit weiter entfernt denn je. Das können auch immer neue zusätzliche Ressourcen nicht überdecken, die nur sporadisch in den Schulen ankommen“, so Seefried.

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